DSW fordert mehr staatlich geförderten Wohnraum

Die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze für Studierende hinkt der Zahl der Studierenden weiterhin hinterher. Die Versorgungsquote mit öffentlich geförderten Wohnheimplätzen geht bundesweit weiter zurück, auch wenn in einzelnen Bundesländern neue Wohnheime entstehen. Das meldet das Deutsche Studentenwerk (DSW).

Zum Beginn des Wintersemesters 2015/2016 legt der Verband der Studentenwerke eine Übersicht  über die staatlich geförderten Wohnheimplätze für Studierende in Deutschland vor. Obwohl derzeit rund 13.600 Plätze in Bau oder geplant sind, rutscht die bundesweite Versorgungsquote von staatlich geförderten Wohnheimplätzen in Relation zur Zahl der Studierenden von 9,95% im Jahr 2014 auf nun 9,86% ab.

„Die Schere zwischen der Zahl der Studierenden und der Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze geht immer weiter auseinander“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

Angesichts der angespannten Wohnsituation in vielen Hochschulstädten appelliert der DSW an die Bundesländer, ihre Zuschuss- und Darlehensprogramme auszubauen und die Förderkonditionen so zu gestalten, dass von gemeinnützigen Trägern wie den Studentenwerken kostendeckende Bruttomonatswarmmieten von 250 € entsprechend der ab Herbst 2016 geltenden BAföG-Wohnkostenpauschale realisiert werden können.

Der DSW-Generalsekretär begrüßt, dass der Bund mit einem eigenständigen 120-Millionen-Euro-Programm wieder in die Studierenden-Wohnraumförderung einsteigen wolle. Allerdings sehe man beim Finanzvolumen des Programms wie auch bei den Förderkonditionen mit einer geplanten Zuschusshöhe von lediglich maximal 500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche noch deutlichen Nachbesserungsbedarf.

Die DSW-Broschüre „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2015“ zum Download: https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_wohnraumstatistik_2015.pdf

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