Gelungene Premiere im „Amphitheater“

Die Kita Königshügel hat ihr neues Kulturforum eingeweiht

Mit Gesang, Tanz und einer eigenen kleinen Coverband haben die Kinder der Kita Königshügel des Studierendenwerks Aachen ihr neues „Amphitheater“ im Garten der Einrichtung eingeweiht.

Das kreisrunde Konstrukt mit drei ansteigenden Sitzreihen soll in Zukunft als Theaterfläche und Spielstätte für kulturelle Zwecke genutzt werden. Es entstand in Kooperation mit dem Studierendenwerk Aachen, der RWTH und dem Sozialwerk Aachener Christen.

Als Dank für ihre Unterstützung waren alle Projektbeteiligten zur „Premiere“ eingeladen, um die Fertigstellung des Kulturforums zu feiern, das eng mit der Geschichte des Grundstücks verbunden ist: Beim Bau des Amphitheaters wurden historische Blausteine aus dem Abrissbauschutt der Nachkriegszeit verwendet, die zuvor jahrzehntelang als Trockenmauer im ehemaligen Botanischen Garten der RWTH verbaut waren. Auf diesem Areal wurde in den letzten Jahren nicht nur die Kita, sondern auch eine Turnhalle für das Hochschulsportzentrum errichtet.

Ein hauseigenes Kulturforum aus historischem Baumaterial
Eigentlich sollten die Steine im Zuge des Turnhallenbaus entsorgt werden, doch Kita-Leiter Wolfgang Dachtera konnte sie mit Unterstützung der späteren Projektbeteiligten vor dem Verkippen bewahren. Nach Fertigstellung der Turnhalle wurde der Kita das verbliebene Restgrundstück im Rahmen einer Nutzungsvereinbarung zur Verfügung gestellt, wodurch die Gartenfläche um 1.800 Quadratmeter erweitert wurde.

Jetzt war genug Platz vorhanden, um die Steine für ein hauseigenes Kulturforum zu recyceln und damit eine Brücke zwischen der vergangenen und der gegenwärtigen Nutzung des Grundstücks zu schlagen. Bei der Realisierung dieses Vorhabens halfen mehrere Institutionen: Die RWTH mit der Überlassung des historischen Baumaterials, das Studierendenwerk als Träger der Kita mit der Projektfinanzierung und der Bauaufsicht sowie das Sozialwerk Aachener Christen mit dem Bau des Forums.

Arbeitsmaßnahme mit Ausbildungscharakter 
„Das Projekt ist für alle Beteiligten eine Win-win-Situation“, freute sich Wolfgang Dachtera. „Für die Mitarbeiter des Sozialwerks ist es ein Arbeitserfolg mit Referenzqualität, für die Hochschule die sinnvolle Nutzung eines zuvor brachliegenden Geländes und für die Studierendenwerk-Kita ein Spielforum mit viel Potenzial.“

Landschaftsarchitekt Martin Heinrichs, der das Projekt seitens des Sozialwerks koordiniert hatte, bezeichnete den Bau des Amphitheaters als „Paradebeispiel für eine gelungene Aktion mit Ausbildungscharakter“. Im Rahmen der Maßnahme habe das Sozialwerk Menschen, die wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen, sehr gut anleiten und ausbilden können. Die Genauigkeit und das Gelingen seien wichtiger gewesen als das Tempo. 

Eine Werkstatt als neues Gemeinschaftsprojekt
Da die Zusammenarbeit so gut funktioniert hat, plant die Kita Königshügel bereits die Realisierung eines neuen gemeinschaftlichen Projekts. Ebenfalls im Außenbereich soll bis August eine Werkstatt entstehen, in der die Kinder handwerklich arbeiten können. Den Entwurf und die Ausführung sollen Studierende des Lehrstuhls für Gebäudelehre im Rahmen eines Semesterprojekts übernehmen. Um die erforderlichen Bauanträge wird sich Christine Wulfert, Projektkoordinatorin in der Abteilung für Baumanagement der RWTH, kümmern. Das Sozialwerk Aachener Christen soll die Zuwegung zwischen Kitagebäude und Werkstatt herstellen, während das Studierendenwerk erneut die Gesamtleitung übernimmt. „Ich hoffe auf die gleichen Synergieeffekte und die Unterstützung der bisherigen Kooperationspartner“, schloss Dachtera seine Dankesrede.

Die Kinder finden ihre neue Gartenattraktion klasse. Mit einem rockigen Song von Bon Jovi, einer Trommeldarbietung und einem lustigen Sprechgesang sorgten sie für eine ausgelassene Stimmung rund um das Amphitheater. Die Zuhörer waren sich einig: Die Premiere war gelungen!

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