EXTRARAUM macht mit Online-Wohnbörse weiter

Die Partner der Initiative EXTRARAUM ziehen positive Bilanz

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt und damit oft der Einzug in die erste eigene Wohnung. In den Hochschulstädten führt das zu einem kulturell vielfältigen Miteinander, zuletzt in Aachen aber auch zu einer starken Wohnungsverknappung. Um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, haben vor drei Jahren die Stadt Aachen, die Aachener Hochschulen und deren ASten die Initiative EXTRARAUM ins Leben gerufen. „Wir haben mit dieser gemeinsamen Initiative überregional Aufmerksamkeit erregt und auch Nachahmer in anderen Städten gefunden“, sagt Dr. Jutta Bacher, Kampagnenleiterin EXTRARAUM und Leiterin des Marketing der Stadt Aachen, „nach drei Jahren Laufzeit stehen jetzt Veränderungen in der Ausrichtung der Initiative an“.

„Der Wegfall der Wehrpflicht vor vier Jahren und die doppelten Abiturjahrgänge stellten Universitätsstädte wie Aachen vor große Herausforderungen“, erläutert Prof. Dr. Manfred Sicking, Dezernent für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen der Stadt Aachen, die Ausgangssituation. Seitdem sind für mehr als 2.300 neue Wohnungen Bauanträge gestellt worden, 1.618 davon stehen bereits zur Verfügung. Bei derzeit mehr als 52.000 Studierenden am Standort Aachen ein notwendiger Ausbau, der ergänzt wurde um nicht erfasste Umbaumaßnahmen,  Umnutzungen und zusätzliche Vermietungen. Dass der dramatische Wohnungsmangel in der Region ausgeblieben sei, ist ein Erfolg, den EXTRARAUM mittrage, so Prof. Dr. Aloys Krieg, Prorektor für Lehre an der RWTH Aachen. Einen wesentlichen Teil des Erfolgsprinzips macht sicher auch die Einbindung der Hochschulen und damit auch der Studierenden aus. „FH-Studierende des Fachbereichs Gestaltung arbeiten hier an einem ‚realen Projekt‘, gleichzeitig findet dadurch eine perfekte Zielgruppenansprache statt“, so Dr. Roger Uhle, Pressesprecher der FH Aachen.

Kurz nach dem Zusammenschluss der Initiative EXTRARAUM ist auch das Studierendenwerk als Quereinsteiger mit ins Boot gekommen. Der Bedarf an Wohnraum für Studierende ist gerade dem Studierendenwerk bestens bekannt. „EXTRARAUM ist für die Studierenden eine wichtige Alternative zu unseren immer sehr nachgefragten Wohnheimplätzen“, betont Ute von Drathen, Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Studierendenwerks. Neben den Studierenden war immer auch die Aachener Bevölkerung Teil des Projektes. Vermieter und Bürger wurden sensibilisiert, Raum zu schaffen und die Studierenden bei ihrer Suche zu unterstützen. FH-Professor Christoph Scheller vom Fachbereich Gestaltung hat mit seinem studentischen Team auf kreative Weise in unterschiedlichen Kampagnenstufen auf die Nöte und Belange der jungen Menschen aufmerksam gemacht. Zuletzt lag der Fokus auf ausländischen Studierenden, die es bei der Wohnungssuche oft schwerer haben.

EXTRARAUM hat in den drei Jahren viel bewegt. Nun ist es Zeit für eine Veränderung. „Der Fokus wird nun auf dem eigentlichen Herzstück der Initiative liegen: der Wohnraumbörse“, teilen die Vertreter der ASten Paul Baumann und Arno Weiß mit. Die Homepage EXTRARAUM erhält speziell für die Wohnraumbörse eine neue, benutzerfreundlichere Oberfläche. Damit die Suche auf der kostenlosen Plattform noch komfortabler ablaufen kann. 

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