Neue Wohnanlage in Jülich eingeweiht

Gemeinsam studieren und leben auf dem FH-Campus: Seit Frühjahr genießen 186 Studierende ein idyllisches Miteinander im „Solar‐Campus II“, der neuen Jülicher Wohnanlage des Studierendenwerks Aachen. Gestern wurde die Anlage feierlich eingeweiht.  Vor zwei Jahren rollten die ersten Bagger in der Heinrich‐Mußman‐Straße an, um auf einer ehemaligen Ackerfläche den Bau einer neuen studentischen Wohnanlage einzuläuten. Der Plan war, mitten  auf dem Jülicher FH‐Campus einen aus vier Häusern bestehenden Wohnkomplex für 189 Studierende  zu errichten, der beste Wohn‐ und Lernbedingungen zu günstigen Mietpreisen bieten sollte. Gestern  präsentierte das Studierendenwerk Aachen erstmalig den komplett fertiggestellten „Solar‐Campus II“.  Darüber, wie prächtig sich die Anlage seit ihrer Eröffnung im Frühjahr entwickelt hat und wie viel  Leben nun in ihr steckt, freute sich besonders der Geschäftsführer des Studierendenwerks, Dirk Reitz.  „Wir haben hier einen Mehrwert für die Studierenden, die Hochschule und die Stadt Jülich geschaffen – diese Anlage bietet zu geringen Mieten eine besonders hohe Wohnqualität, die in Zeiten des  Wohnraummangels nicht selbstverständlich ist.“ Die hohe Wohnqualität des „Solar‐Campus II“ zeichnet sich dabei nicht nur durch die schöne Naturkulisse aus, in die sich die Anlage einbettet, sondern auch durch den Komfort und die moderne Ausstattung der Apartments. Ein weiterer großer Pluspunkt für die Bewohner ist die unmittelbare Nähe  zum FH‐Gebäude und der Mensa, die jeweils nur einen „Katzensprung“ von der Anlage entfernt liegen. Bei der Planung wurde zudem ein Wohnkonzept berücksichtigt, das vor allem auf die sozialen  Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten ist: Der grüne Innenhof dient als studentischer Treffpunkt,  Freizeiteinrichtungen wie ein Fitness‐ und Saunabereich, ein Grillplatz und ein Beachvolleyballfeld  sollen den Gemeinschaftssinn anregen. Ein Aspekt, der auch Prof. Dr. Angelika Merschenz‐Quack von  der Campus‐Leitung der FH wichtig ist. „Wohnheime stärken nicht nur die Sozialkompetenz der Bewohner, sondern fördern auch die Integration Studierender anderer Nationalitäten. Gerade dies ist  am Standort Jülich von hoher Bedeutung“, sagte sie in ihrer Ansprache. Großes Lob sprach sie dem  Studierendenwerk für die gelungene Umsetzung des Projekts aus: „Ich finde, damit können wir uns sehen lassen!“ Von der guten Umsetzung überzeugt war ebenfalls Björn Jansen, Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks. Er zeigte sich vor allem von dem relativ reibungslosen Bauprozess beeindruckt und betonte noch einmal, dass dies nur mit der guten Unterstützung der Stadt Jülich zu  bewerkstelligen gewesen sei. Sie habe Einsatz gezeigt und das Projekt mit vorangetrieben. Dankende  Worte gingen an Martin Schulz, Beigeordneter der Stadt Jülich.  
  Wie positiv der neue Solar‐Campus angenommen wurde, zeigte sich bereits Ende letzten Jahres an  den hohen Bewerberzahlen. Bis auf drei rollstuhlgerechte Wohnungen waren alle Apartments innerhalb kürzester Zeit vermietet. „Wir freuen uns natürlich darüber, es macht aber auch deutlich, dass  zusätzlicher Wohnraum auch hier in Jülich unbedingt erforderlich ist“, sagte Dirk Reitz über die derzeitige Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt. „Zu den steigenden Studierendenzahlen kommt  in Jülich erschwerend die ländliche Struktur mit überwiegend Eigenheimbebauung hinzu. Gerade das  macht es für die Studierenden schwierig, geeigneten Wohnraum zu finden.“ 440 Plätze in drei  Wohnheimen bietet das Studierendenwerk zurzeit in Jülich, rund 4.400 sind es durch einen Neubau in  der Hainbuchenstraße mittlerweile in Aachen. Ein weiteres Projekt ist für das nächste Jahr geplant:  Voraussichtlich im Februar 2015 soll der erste Spatenstich für eine neue große Wohnanlage mit rund  330 Unterkünften im Aachener Kastanienweg erfolgen.     Doch gestern freute sich das Studierendenwerk zunächst einmal über die vielen neuen Mieter in Jülich,  die ihr Zuhause im Grünen sichtlich genießen. „Einige Bewohner fühlen sich von der umliegenden  Landwirtschaft inspiriert und wollen sogar gemeinsam einen Nutzgarten anlegen“, verriet Jochen  Kühn, Leiter des Gebäudemanagements des Studierendenwerks. Einen wichtigen Part übernehme dabei  die studentische Selbstverwaltung. Sie soll den Studierenden mehr Eigenverantwortung übertragen  und ihnen ermöglichen, sich selbst zu organisieren. „Dieses Prinzip hat sich in allen unseren Wohnanlagen bestens bewährt“, sagte auch Dirk Reitz. Ganz zuversichtlich zeigte er sich deswegen auch in  Bezug auf die Entwicklung des „Solar‐Campus II“, wo sich Gemeinschaft, Studium und Freizeit perfekt  miteinander kombinieren lassen. 

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