Zahlen und Fakten 2016

Das Studierendenwerk Aachen hat seinen Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht

Die niedrigste Durchschnittsmiete und der niedrigste Sozialbeitrag unter den zwölf Studierendenwerken in NRW – das geht unter anderem aus dem gerade veröffentlichten Geschäftsbericht 2016 des Studierendenwerks Aachen hervor. Auch in einigen anderen Bereichen − wie beispielsweise im gastronomischen − ließ sich erneut eine positive Bilanz ziehen. Bei der Studienfinanzierung kam es hingegen zu einem Rückgang der Zahlen: Aachen hatte rund 1.500 weniger BAföG-Empfänger*innen als im Vorjahr zu verzeichnen.

Studentisches Wohnen: Nach wie vor hohe Bewerberzahlen
Das Studierendenwerk Aachen unterhielt im Jahr 2016 23 eigene Wohnheime mit 4.785 Plätzen und vermittelte zusätzlich 70 Unterkünfte eines privaten Anbieters. Die Wohnheime waren im vergangenen Jahr durchgehend zu 100 Prozent ausgelastet.

Die Versorgungsquote bei über 59.500 zum Wintersemester 2016/17 eingeschriebenen Aachener und Jülicher Studierenden befand sich auf einem ähnlichen Niveau wie 2015: Mit 8,2 Prozent lag sie erneut unterhalb des Landesdurchschnitts von 9,1 Prozent.

Die zum Wintersemester 2016/17 erfasste Zahl der Bewerber*innen auf einen Wohnheimplatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 5.400 auf 4.900. Die Zahlen machen jedoch nach wie vor deutlich, dass in Aachen der Bedarf an günstigem Wohnraum weiterhin hoch ist.

Die durchschnittliche Miete in den Aachener Studierendenwohnheimen lag mit 209 Euro pro Wohnplatz erneut unterhalb der Durchschnittsmiete der NRW-Hochschulstandorte (245 Euro). Darüber hinaus ist sie die niedrigste.

Hochschulgastronomie: Positive Entwicklung der Essenszahlen
Im Jahr 2016 erhöhte sich der Umsatz im gastronomischen Bereich des Studierendenwerks von 9,28 auf 9,39 Millionen Euro. Neben dem hohen Betriebsaufkommen in der Hauptmensa am Pontwall kam es ebenfalls zu einer teilweise sehr starken Auslastung der anderen Einrichtungen, die sich auf die erhöhte Zahl der Studierenden zurückführen lässt. Insgesamt wurden in den Mensen 2,49 Millionen Essen ausgegeben (Vorjahr: 2,41). Die Preise der subventionierten Gerichte lagen wie in den vergangenen Jahren zwischen 1,80 Euro und 3,90 Euro.

Studienfinanzierung: Weniger BAföG-Empfänger*innen in Aachen und Jülich
Landes- und bundesweit war 2016 ein Rückgang bei der Zahl der BAföG-Empfänger*innen zu verzeichnen. So auch in Aachen: Dort erhielten nur noch 7.319 der rund 59.500 in Aachen und Jülich immatrikulierten Studierenden BAföG-Leistungen, woraus sich eine Förderungsquote von 12,3 Prozent ergibt (2015: 15 Prozent). Im Jahr 2015 wurden noch 8.846 Studierende gefördert.

Die Ausgaben für BAföG-Leistungen beliefen sich 2016 auf insgesamt 38,5 Millionen Euro (2015: 42,4 Millionen). Auch die durchschnittliche Förderungsleistung pro Kopf ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (2015: 453 Euro, 2016: 417 Euro).

Kinderbetreuung: Weiterhin hoher Bedarf im U3-Bereich
Die fünf Kindertagesstätten des Studierendenwerks betreuten 2016 154 Kinder von Studierenden und Hochschulangehörigen. Sie stellten 62 Ü3- und 92 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Insgesamt 263 Anmeldungen lagen den Einrichtungen am Jahresende vor. Der größte Bedarf besteht nach wie vor an Plätzen für unter Dreijährige.

Sozialbeitrag: Aachener zahlten am wenigsten
Mit 73 Euro Sozialbeitrag pro Semester bezahlten die Aachener und Jülicher Studierenden 2016 den niedrigsten Beitrag in ganz NRW.

Zur Gesamtausgabe des Geschäftsberichts 2016

 

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