Beitrag: Einkommensanrechnung bei Jobbeginn / Studienabbruch

Absender:Clara
Datum:08.07.2017
  1. Clara08.07.2017
    Liebes BaföG-Team, während meines Masterstudiums habe ich im 3. Semester ein Jobangebot bekommen und die Vollzeitstelle Mitte Mai angetreten. Um keine unrechtmäßigen Zahlungen zu erhalten, habe ich mich am 1. Juni bei meinem Bafög-Amt gemeldet, um die Leistungen einstellen zu lassen. Die Exmatrikulationsbescheinigung konnte ich erst einige Tage danach beim Bafög-Amt einreichen. Deshalb wurde mir vom Amt gesagt, dass die Juni-Zahlung nicht mehr gestoppt werden kann - und (aus mir nicht verständlichen Gründen) auch die Juli-Zahlung nicht. Inzwischen habe ich schon den ersten Bescheid erhalten (ein zweiter soll kommen, nachdem ich meine Gehaltsabrechnungen eingereicht habe), dass ich Juni + Juli komplett zurückzahlen muss - so weit alles in Ordnung. Meinem Bafög-Berater muss ich also noch meine Gehaltsabrechnungen für den Bewilligungszeitraum (ab Oktober 2016) bis zum Jobantritt (Juni 2017) schicken. Er sagte mir, dass auch mein Juni-Gehalt auf den Freibetrag angerechnet wird. Das macht für mich keinen Sinn, da ich ja das gesamte Juni-Bafög zurückzahle. Gibt es dafür eine Grundlage? Ich befürchte, dass ich evtl. über den Freibetrag kommen könnte, da ich während des Studiums schon einen Werkstudentenjob hatte (+ halbes Mai-Gehalt + evtl. Juni?) Wie wird in diesem Fall die Kürzung für den Bewilligungszeitraum berechnet? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen! Viele Grüße, Clara
  2. BAföG-Team10.07.2017
    Beim BAföG gfilt eine Besonderheit: Du kannst den einmal festgesetzten Bewilligungszeitraum BWZ) nicht selbst verkürzen. Das hat mit den Anrechnungsvorschriften des eigenen Einkommens zu tun. Maßgebend ist dein im BWZ erzieltes EK. Es wird auf alle Monate des BWZ gleichmäßig verteilt. Die einzig verbleibende Möglichkeit ist ein genereller Verzicht der Leistungen über den gesamten BWZ.
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