Beitrag: Sparbücher und Bafög

Absender:Olaf
Datum:16.10.2017
  1. Olaf16.10.2017
    Hallo Bafög Team, ich habe folgenden Fall und brauche dringend eure Hilfe. Ich bin im 5. Semester und habe im Juli 2017 erstmalig Bafög beantragt. Ein positiver Bescheid vom Bafög Amt kam im September. Rückwirkend für Juli, August und September habe ich Geld für 3 Monate erhalten und ab jetzt erstmalig einen ersten regulären Betrag für Oktober. Zum Zeitpunkt der Antragstellung hatte ich zwei Sparbücher deren Existenz mir bekannt waren, aber ich komplett verdrängt habe, da ich auf dieses Sparguthaben noch nie zugegriffen habe. Das erste Sparbuch hat ein Guthaben in Höhe von 2400€. Dort wurde Geld von meinen Eltern eingezahlt. Das zweite Sparbuch ist das Geld, dass von meinem Opa eingezahlt wurde und zwar insgesamt in Höhe von 3000€. Es befindet sich aber aktuell nicht in meinem Besitz. Ich möchte diese Sparbücher gerne rückwirkend dem Antrag hinzufügen und meiner Meldepflicht nachkommen. Leider habe ich die Widerspruchsfrist von einem Monat überschritten und weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll ohne dass mir ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft droht. Es war kein geplanter Betrug. Was wäre der klügste rechtliche Schritt? Soll ich verleugnen, dass ich von den Sparbüchern wusste oder dem Amt die Wahrheit schildern? Das Vermögen auf dem Sparkonten wurde mühsam von Eltern, und Großvater erwirtschaftet. Es wäre für mich persönlich katastrophal es aufgrund des Fehlers durch Geldbußen zu verlieren und würde ich mir nie verzeihen. Ich will meine Karriere auch nicht mit einem Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis wegen Betrug beginnen. Dann kann ich mir direkt die Kugel geben. Soll ich mir einen Anwalt holen? Welche Rechte habe ich? Ich bin wirklich am verzweifeln. Danke für eine Antwort.
  2. BAföG-Team17.10.2017
    Wir empfehlen dir, die Existenz der Sparbücher kurz nachzumelden. Ob das Sparguthaben der Großeltern dir zugerechnet werden kann, ist fraglich. Du hast nicht mit Konsequenzen zu rechnen. Beide Beträge liegen unterhalb der Vermögensfreigrenze.
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