Beitrag: BAföG-Anspruch nach 2. Studiengangswechsel

Absender:Marie
Datum:30.05.2017
  1. Marie30.05.2017
    Hallo liebes BAföG-Team, am 26.01.2017 habe ich euch schon einmal gefragt bzgl. eines Vorausleistungsantrags. Dieses habe ich übrigens gestellt und nun endlich auch bewilligt bekommen. Nun ist es aber so, dass ich von dem Studiengang nicht so begeistert bin, wie es anfänglich schien. Jetzt spiele ich mit dem Gedanken in einen neuen Studiengang nochmals zu wechseln. Es wäre mein zweiter Wechseln des Studiengangs insgesamt, aber mein erster Wechsel mit BAfög. Beide Wechsel sind bzw. jeweils nach dem 2. Semester. Desweiteren bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich weiterhin Anspruch auf elternunabhängiges BAföG bekommen würde, da der neue Studiengang (Bachelor Physiotherapie) sehr ähnlich meiner Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin ist. Und da ein Kriterium für den Vorausausleistungsantrag war, dass das Studium nicht auf der Ausbildung aufbauen darf, bin ich nun unsicher, ob das Studium der Ausbildung nicht zu ähnlich ist. Andererseits wurde mir schon gesagt, dass ich mir nichts anrechnen lassen kann, da der Studiengang incl. Ausbildung erstqualifizierend ist. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auch diesmal weiterhelfen könnten. Schöne Grüße Marie
  2. BAföG-Team01.06.2017
    Ein zweiter Wechsel innerhalb der förderungsfähigen Ausbildungszeit ist grundsätzlich genehmigungsfähig, wenn die Vorgaben erfüllt sind (Neigungs-/ und oder Eignungsgründe). Beim 2. Wechsel wird auf die Begründung geschaut, ob sie schlüssig ist. Wie das mit dem Vorausleistungsanspruch ist, können wir so nicht beurteilen. Entweder du sagst uns, wann dein Beitrag mit den entsprechenden Angaben war oder du listest deinen schulischen und beruflichen Werdegang chronologisch geortnet noch einmal auf. Dann nehmen wir abschließend Stellung.
  3. Marie06.06.2017
    Hallo liebes BAföG-Team, vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort. Dies war mein Beitrag vom 26.01.2017 mit dem Betreff "Schule-FSJ-Ausbildung-Schule-Studium?" : "Guten Tag liebes BAföG-Team, mein bisheriger Werdegang lief nicht ganz so linear und nun wollte ich fragen, wie gut die Chancen stehen elternunabhängig gefördert zu werden. Mein Lebenslauf in Kürze: bis 07/2008 Realschule, bis 08/2009 FSJ, 2 Monate arbeitslos, bis 04/2012 Schulgeldpflichtige Ausbildung incl. 6 Monate Praktikum mit Verdienst, dann 1 Monat Vollzeittätigkeit im erlenten Beruf bis 05/2012, 1 Monat unbezahltes Orientierungspraktikum und 2 Monate arbeitslos bis 07/2012, dann bis 06/2015 Abitur. Studienbeginn 10/2015 und Studiengangswechsel 10/2016. Die Ausbildung war zur Masseurin, das erste Studium Medizinische Informatik und nun habe ich mit Ernährungswissenschaften begonnen. Ist da Ihrer Meinung nach eine Verbindung zu sehen außer, dass es im weiten Sinne mit des Gesundheit des Menschen zu tun hat? Nun bin ich 24 Jahre alt und meine Eltern sagen, sie haben ihr Pflicht erfüllt, da sie mir eine Ausbildung finanziert haben. Da ich gerade die Erfahrung mache, dass es sehr schwierig ist nebenbei noch im Semester zu arbeiten, interessiere ich mich brennend, ob ich mit dem Antrag auf Vorausleistungen Erfolg hätte. Vielen Dank für die Hilfe im Voraus. Viele Grüße Marie" Ich hatte gelesen, dass beim zweiten Wechsel nur noch die unabdingbaren Gründe zählen. Also ist dies nicht so? In meinem Fall wäre es ja fast ein "Neigungsrückfall", da ich ja schon Masseurin gelernt habe und nun am Studium der Physiotherapie interessiert bin. Es ist zwar nicht komplett das Selbe, aber Überschneidungen gibt es schon. Desweiteren hatte ich gelesen, dass nach einem zweiten Wechsel die Studienzeit aus dem zweiten Studiengang angerechnet wird und ich so dann statt 3 Jahre nur 2 geförderte Jahre für das - nun dritte angefangene - Bachelorstudium hätte. Stimmt das so? Würdet Ihr mir empfehlen das BAföG-Amt zu kontaktieren incl. der Angabe meiner Förderungsnummer und dort nochmal alles zu schildern und nachzufragen oder würde ich mir damit ein Eigentor schießen und es würde auf irgendeine Art und Weise negativ vermerkt werden? Vielen Dank im Voraus für die gute Beratung. Schöne Grüße Marie
  4. BAföG-Team06.06.2017
    Du zählst nicht zu den Schule-Abitur-Lehre-Studium- Fällen. Wenn keine gesundheitlichen Problemstellungen dazu geführt haben, dass du deine 1. Ausbildung aufgeben musstest oder von Anfang an mit den Eltern abgestimmt war, dass nach der 1. Ausbildung noch ein Studium geplant war, besteht kein Ausbildungsunterhaltsanspruch mehr gegenüber deinen Eltern. Von daher ist nach unserer Auffassung der Vorausleistungsanspruch ohne Inanspruchnahme der Eltern gesichert. Den 2. Wechsel musst du kurz begründen. Wenn du aus Neigungsgründen zum Ende des 2. FS dein Studium aufgegeben hast, musst du erklären, dass dir das zum Ende des 2. FS bewusst geworden ist (1 Satz!)
  5. Marie07.06.2017
    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Viele Grüße Marie
  6. BAföG-Team08.06.2017
    Treten Probleme auf, melde dich.
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