Beitrag: Einkommensnachweis von meinem Vater

Absender:Shayan Faramrh
Datum:17.01.2017
  1. Shayan Faramrh17.01.2017
    Sehr geehrtes Bafögforum, ich beziehe aktuell in meinem dritten Mastersemester Bafög. Ursprünglich würde mein Bafögantrag bis einschließlich August bewilligt. Ich möchte nun im März ein Auslandssemester absolvieren und habe einen neuen Antrag beim zuständigen Bafögamt in Hessen eingereicht (ich studiere im Inland in HH). Nun habe ich ein neues Schreiben von meinem zuständigen Inlandsbafög bekommen, bei dem mein eigentliches inländischer Bafögantrag nun bis Ende Februar bewilligt wird. Grundsätzlich verstehe ich diese Änderung ja, da ich ab März ja gegebenenfalls Auslandsbafög erhalte. Mir ist nur unklar, warum ich die Änderung des Bescheides bekomme, obwohl mein Auslandsbafög noch gar nicht bewilligt wurde und aktuell es auch sehr kompliziert ist und es fragwürdig ist, ob es überhaupt bewilligt wird. Im Zuge des Antrags auf Auslandsbafög, habe ich ein Schreiben hinzugefügt, dass der Aufenthaltsort meines Vater unbekannt ist. Dieses Schreiben habe ich bei allen meinen Baföganträgen eingereicht und es war nie ein Problem. Nun hat mich das Auslandsbafögamt in Hessen angeschrieben und mich darum gebeten meiner Mitwirkungspflicht zu entsprechen und meinen Vater mit der letzten bekannten Adresse anzuschreiben und um seine Einkommensnachweise zu bitten. Per Einschreiben soll das bitte erfolgen und eine Kopie und Einlieferungsbeleg der Post sollen an das Auslandsbafögamt in Hessen gesendet werden. Ich habe seit über 10 Jahren keinen Kontakt z dem Herrn und weiß noch nicht mal ob er lebt. Mein Vater war auch eher gewalttätig und ein regelrechter Psycho, was im Scheidungsurteil meiner Mutter und auch im Besuchsrecht vermerkt ist. Mein Vater durfte mich damals sogar nicht mal ohne eine Aufsichtsperson sehen. Daher möchte ich auch nicht das er meine Adresse kennt, da er ja gegebenfalls die Einkommensnachweise zurück schicken muss. Ist diese Herangehensweise des Bafögamts in Hessen normal? Vielen Dank.
  2. BAföG-Team19.01.2017
    Vorab die Einschränkung des Bewilligungszeitraumes: Grund ist die wechselnde Zuständigkeit für die Fortsetzung deines Studiums im Ausland. Das Inlandsamt muss den festgesetzten BWZ entsprechend kürzen. Wenn der Aufenthaltsort deines Vaters unbekannt ist, kannst du auch kein Schreiben versenden. Gib eine schriftliche Erklärung nach § 11 Abs. 2a BAföG ab: Mir ist der Aufenthaltsort meines Vaters nicht bekannt; er kann von mir auch nicht ermittelt werden. Ich kenne keine Kontaktperson, die weiter helfen kann. Seitens meines Vaters beziehe ich keinen Unterhalt. Ich weiß noch nicht mal ob er lebt. Mein Vater war auch eher gewalttätig und ein regelrechter Psycho, was im Scheidungsurteil meiner Mutter und auch im Besuchsrecht vermerkt ist. Mein Vater durfte mich damals sogar nicht mal ohne eine Aufsichtsperson sehen. Das Inlandsamt ist bei mir ebenfalls nach § 11 Abs. 2a BAföG ausgegangen.
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