Beitrag: FHR - Ausbildung - Studium

Absender:Stephan
Datum:07.05.2017
  1. Stephan07.05.2017
    Guten Tag, Ich bin 27 und habe vor ein Informatikstudium zu beginnen dieses Jahr. Ich würde gerne wissen ob ich elternunabhängig gefördert werde. Dazu ein paar Informationen, ich habe zuerst die Fachhochschulreife im Bereich Wirtschaft und Verwaltung absolviert, danach habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel abgeschlossen und bin seit 2 Jahren ausgelernt. Jetzt würde ich dieses Jahr gerne ein Informatikstudium(artfremd beruflich) beginnen. Was muss ich tun um elternunabhängiges Bafög beantragen zu können, und erhalte ich es auch? Lg Stephan
  2. BAföG-Team07.05.2017
    Einen Anspruch auf elternunabhängige Förderung hast du nicht; spielt bei dir aber keine Rolle. Entscheidend ist, dass du deinen Eltern gegenüber keinen Ausbildungsunterhaltsanspruch mehr für das geplante Studium geltend machen kannst. Du beantragst also BAföG und stellst mit Formblatt 8 einen Vorausleistungsantrag. Das Amt kann in deinem Fall vorausgeleistete BAföG-Beträge nicht mehr bei deinen Eltern einfordern. Im Ergebnis erhälst du also doch "elternunabhängige" Förderung.
  3. Stephan07.05.2017
    Vielen Dank für die rasche Antwort, also zuerst formblatt 1 ausfüllen und formblatt 8 und beides wegschicken?
  4. BAföG-Team08.05.2017
    Bei der erstmaligen Antragstellung ist das Verfahren etwas umständlich. Du musst einen "normalen" BAföG-Antrag auch mit den Erklärungen der Eltern mit F 3 und auch sofort F 8 (Vorausleistungen) stellen. Das Amt berechnet den Antrag. Wenn im Erstbescheid ein Anrechnungsbetrag vom EK der Eltern ausgewiesen ist, vwerweist du kurz schriftlich auf den schon vorliegenden Vorausleistungsantrag und teilst mit, dass deine Eltern den nach BAföG errechneten Betrag nicht leisten. Deine Eltern werden dann vom Amt angehört. Die Eltern teilen mit, dass sie eine Ausbildung finanziert haben und für das anstehende Studium nicht mehr zahlen werden. Das Amt prüft dann, ob die vorausgeleisteten Beträge von den Eltern zurückgefordert werden können. Weigern sich die Eltern, die Vorausleistungen zu derstatten, muss das Amt den Anspruch gerichtlich klären lassen. In deinem Fall wird das aber nicht mehr geschehen, weil klar sein dürfte, dass die Eltern nicht mehr zahlen müssen. Das Prozessrisiko trägt das Amt (macht es aber sehr wahrscheinlich nicht).
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