Kindertageseinrichtungen

Den Spagat zwischen Hörsaal und Familie meistern

Studierende und Hochschulbeschäftigte mit Kind haben im Alltag außergewöhnliche organisatorische Herausforderungen zu bewältigen. Damit sie die Mehrfachbelastung nicht alleine tragen müssen, leistet das Studierendenwerk durch ein breitgefächertes Betreuungs- und Beratungsangebot professionelle und wertvolle Unterstützung.

In unseren fünf Kindertageseinrichtungen stellen wir 154 Plätze zur Verfügung: Die drei Kindertagesstätten Pusteblume, Sonnenstrahl und Königshügel sowie die Kinderkrippe Piccolino versorgen mit insgesamt 142 Plätzen die Kinder der Aachener Studierenden und Hochschulbeschäftigten. Die Kinderkrippe Wolkennest betreut zwölf unter Dreijährige auf dem FH-Campus in Jülich. 

Unsere Kindertageseinrichtungen haben in den Teams eigene pädagogische Konzepte erstellt, die sie in ihrem Alltag anwenden und nach denen sie die Abläufe gestalten. Trotz verschiedener Schwerpunkte beziehen sie sich jedoch alle auf das gemeinsame Trägerleitbild des Studierendenwerks.

 

Trägerleitbild

Gegenseitige Wertschätzung und ein respektvoller Umgang miteinander bestimmen die tägliche Arbeit in unseren Kindertageseinrichtungen. Dem demokratischen Grundgedanken eng verbunden, möchten wir Kinder und Erwachsene dabei unterstützen, sich nach ihren Möglichkeiten zu entwickeln und ihr Leben innerhalb einer Gemeinschaft selbstbestimmt zu gestalten. Wir sind offen für individuelle Lebensbedingungen, Interessen und Bedürfnisse und nehmen diese sehr ernst.

Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder in unseren Einrichtungen eine glückliche Zeit verbringen. Für die Entwicklungs- und Bildungsprozesse sind Wohlbefinden, Lebensfreude, Geborgenheit und das Gefühl, „dazuzugehören“, unverzichtbar. Wir wissen, dass es ohne Bindung keine Bildung gibt. Deshalb fördern wir aktiv die Beziehungen zwischen den Kindern, ihren Familien und unserem pädagogischen Personal.

Die Besonderheit eines jeden Menschen ist ein Gewinn für die gelebte Gemeinschaft. Für uns ist es daher selbstverständlich, dass jedes Kind bei seinen Erkundungen und Lernschritten sein eigenes Tempo vorgibt. Die Fragen und Gedanken der Kinder und Eltern nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein. Wir möchten ihren Wissensdurst und Tatendrang nicht bremsen, sondern sie darin bestärken und unterstützen.

Die ganzheitliche Sicht des Kindes erfordert vor allem, es im alltäglichen Spiel zu begleiten. Denn dort ist es mit all seinen Fähigkeiten aktiv: Es konzentriert sich, handelt und beobachtet, erfasst Zusammenhänge und lernt die Eigenschaften der vielen Dinge in seinem Umfeld kennen. Es erlebt das Miteinander mit anderen und ist dadurch emotional und sozial gefordert. Beim Spielen erfindet es die Welt stets neu und macht dabei Entdeckungen, die ihm später nützlich sein werden. Wir sehen uns hier als zuverlässiger Partner des Kindes, der ihm bei der Verarbeitung der vielen gewonnenen Eindrücke Orientierung und Hilfestellung bietet.“

Bei unserer täglichen Arbeit achten wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und tragen dem Nachhaltigkeitsaspekt in vielen Punkten Rechnung.

Innen- und Außenräume sowie die Sachausstattung geben den nötigen Rahmen, um die in den Konzepten festgelegten Ziele umsetzen zu können.

Weil uns eine hohe Qualität der Arbeit wichtig ist, fördern wird die fachliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch vielfältige interne und externe Fortbildungen.

Die wichtigsten und ersten Orte für Bildung und Erziehung sind die Familien. Deshalb binden wir sie als Partner in unsere Arbeit mit ein und beteiligen Mütter und Väter an vielfältigen Aktivitäten in unseren Kindertageseinrichtungen. Gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung setzen wir dabei voraus.

Unser Ziel ist die Integration in jeglicher Form. Nach diesem Selbstverständnis sehen wir es als unsere Pflicht an, die Vielfalt von Familien zu respektieren, Ausgrenzung zu vermeiden und unterschiedliche Grundwerte zu akzeptieren.

Wir sind davon überzeugt, dass in unseren Kindertageseinrichtungen viele Beteiligte wichtig sind, und orientieren uns an einem afrikanischen Sprichwort, das besagt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und zu stärken.

Das Trägerleitbild orientiert sich an aktuellen Lernerfahrungen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Es wird entsprechend weiterentwickelt und fortgeschrieben.

 

Aachen, 4. Januar 2017