Kinderbetreuung

Den Spagat zwischen Studium und Familie meistern

Ein Kind zu erziehen und gleichzeitig ein Studium zu absolvieren, kommt einer logistischen Meisterleistung gleich. Studierende mit Kind finden beim Studierendenwerk professionelle Unterstützung, um das Studium und den Familienalltag unter einen Hut zu bekommen.

Mittlerweile stellen wir 156 Betreuungsplätze für den studentischen Nachwuchs zur Verfügung: Die drei Kindertagesstätten Pusteblume, Sonnenstrahl und  Königshügel  sowie die Kinderkrippe Piccolino versorgen mit insgesamt 142 Plätzen die Kinder der Aachener Studierenden; die Kinderkrippe Wolkennest betreut zwölf unter Dreijährige auf dem FH-Campus in Jülich. 

Wir bieten höchsten Betreuungsstandard in einem liebevollen und pädagogisch durchdachten Umfeld. Unser geschultes Fachpersonal ermöglicht den Kindern, sich altersgerecht und individuell zu entfalten. Die Erziehungsarbeit basiert auf einem für alle Kitas geltenden pädagogischen Konzept.

 

Pädagogisches Konzept

Das pädagogische Konzept beschreibt die tägliche Arbeit und das Miteinander in unseren Kindertagesstätten und gibt einen Überblick über die heutigen Lebensumstände und Lebensformen von Familien.

Alle pädagogischen Arbeiten basieren auf dem gesetzlichen Auftrag:
„Jedes Kind hat einen Anspruch auf Bildung und Förderung“ (§ 2 KiBiz)

In diesem Sinne verstehen sich unsere Kindertageseinrichtungen als Lebens- und Erfahrungsräume. Wir legen Wert auf eine offene, annehmende und freundliche Atmosphäre.

Ausgehend von dem Wissen, dass Kinder grundsätzlich neugierig sind und das Erforschen ihrer Welt genießen, fördern wir deren Entwicklung durch eine kindgerechte Umgebung mit vielfältigsten Anregungen.

Dabei reduzieren wir uns nicht auf einen bestimmten pädagogischen Ansatz. Wir orientieren uns an den Lebenssituationen der Kinder und deren Eltern, handeln mithin situationsorientiert und unter Zugrundelegung eines professionellen pädagogischen Wissens.

Die ganzheitliche Sicht des Kindes erwartet dann vor allem, es im alltäglichen Spiel zu begleiten: Im Spiel ist es mit all seinen Fähigkeiten aktiv. Es muss sich konzentrieren, es handelt und beobachtet, es entdeckt Zusammenhänge und erfährt physikalische Eigenschaften der Dinge, es erlebt das Miteinander mit anderen und ist dadurch emotional und sozial gefordert. Beim Spielen erfinden Kinder die Welt neu und machen dabei Entdeckungen und Erfindungen, die ihnen später nützlich sind.

Grundlagen unserer pädagogischen Arbeiten sind:

  • Vertrauen und Geborgenheit zu vermitteln als Voraussetzung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
  • Selbstständigkeit zu fördern, um die Dinge des täglichen Lebens mit immer weniger Hilfestellung zu bewältigen.
  • Selbstbewusstsein zu stärken: Wenn ein Mensch sich bejaht und geliebt fühlt, werden seine vielfältigen Fähigkeiten zur Entfaltung kommen, er kann Bindungen eingehen, Konflikte bewältigen und auf andere offen zugehen.
  • Eigen- und Mitverantwortung zu achten: Das Kind wird durch eigene Erfahrungen lernen, sich selbst einzuschätzen und weiterzuentwickeln. Kleine und Große suchen gemeinsam nach Lösungen, um ein Miteinander zu erfahren.
  • Lernanreize zu schaffen: Das Raum- und Materialangebot ist so konzipiert, dass jedem Kind die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen zur Verfügung gestellt werden können.
  • Bewegung(sfreude) nachzukommen: Der Reiz des Bewegens heißt Erkunden, Ausprobieren, Entwickeln und den Dingen auf den Grund gehen, denn: Kinder bewegen sich grundsätzlich gerne und ausgelassen und immer zum eigenen Vergnügen.
  • Umgang mit der Natur zu erleben: Sorgsam mit der Natur umzugehen und sie schätzen und schützen zu lernen, wird als Bestandteil des eigenen Lebens akzeptiert.
  • Fantasie und Kreativität zu fördern: Kreativ sein heißt, neue Wege zu suchen und sich nicht nur von einer einzigen Lösung überzeugen zu lassen. Kinder gehen mit allen Sinnen und mit ihrem ganzen Körper ans Werk. Kreative Ausdrucksformen finden sich auch im Rollenspiel der Kinder.
  • Interkulturelle Offenheit zu leben: Ausländische Familien werden in ihrer Andersartigkeit präsent und integriert; sie gelten als Bereicherung.
  • Sprache zu üben: Kinder lernen das Sprechen durch Hören und Nachahmung. Sie reden miteinander und tauschen sich aus, stellen Fragen und suchen nach Antworten. Sprache ist aber nicht nur das gesprochene Wort. Sprache ist Kommunikation.
  • Übergang Kita-Grundschule zu gestalten: Die Kinder werden diesem neuen Abschnitt mit Freude und Neugier begegnen. Dazu ist eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Grundschulen mit gegenseitigen Hospitationen und gemeinsamen Konferenzen eingerichtet.

Nur in engem Kontakt mit den Eltern können Kinder in ihrer Entwicklung gefördert werden.
Erziehungspartnerschaft heißt für uns, sich mit den Eltern über Erziehungsziele und -methoden auszutauschen, sich gegenseitig zu beraten und zu kooperieren. 

Eine erste wichtige Kooperation ist die Eingewöhnung des Kindes in den Kindergartenalltag. Eltern und Erzieher achten darauf, dass das Kind trotz fremder Umgebung Sicherheit erfährt und sich mehr und mehr für das Neue interessiert. Die Eltern bleiben anfangs mit in der Gruppe. Erst wenn das Kind ein Vertrauensverhältnis zu mindestens einem Erzieher aufgebaut hat, kann sich verabschiedet werden. Die Anwesenheitszeiten erweitern sich nach und nach.

Kinder brauchen Kinder. Kinder brauchen auch Erwachsene, die sich Zeit für sie nehmen und ihnen Erfahrungsräume zur Verfügung stellen.

Der Erzieher begleitet das Kind auf einem bedeutenden Teil seines Lebensweges. Für diese Arbeit ist jede/r in ihren persönlichen Fähigkeiten von Bedeutung.
Wir legen großen Wert auf hoch qualifiziertes Fachpersonal, das pädagogische Handlungskonzepte reflektiert und erweitert sowie sich fachlich weiterbildet.

Die hohe Qualität unserer Kindertageseinrichtungen stellt sich aber auch in unseren großzügigen modern ausgestatteten Räumlichkeiten dar. Alle Häuser werden regelmäßig saniert, haben neues Mobiliar und werden stets mit aktuellem Spiel- und Lernmaterial versorgt. Die weitläufigen Außengelände sind entsprechend ausgestattet.
Unser Ziel ist es, Eltern und Kindern hohe Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein ungestörtes und erfolgreiches Studium ermöglichen und die Vereinbarkeit von Familie, Wissenschaft und Beruf gewährleisten.