Pressemitteilung

Studentischer Wohnraum in Aachen bleibt knapp:
Das Studierendenwerk baut sein Angebot weiter aus

  • Fast 4.000 Studierende auf der Warteliste nach Semesterbeginn
  • Neubezug von saniertem Wohnheim im „Studentendorf Eckertweg“
  • Wohnanlage „KaWo 3“ im Kastanienweg wächst, Bewerbungslisten ab sofort geöffnet

 

Aachen, 27. Oktober Beim Thema Wohnungssuche zum Semesterstart müssen viele Studierende erst einmal tief durchatmen. Denn die Suche nach einer passenden Unterkunft erfordert einiges an Ausdauer und Durchhaltevermögen: Wohnraum ist nach wie vor knapp, vorhandener meist viel zu teuer. Nachdem das Studierendenwerk Aachen bereits 2014 zwei neue Wohnheime mit 360 Unterkünften eröffnet hat, setzt es nun mit 370 weiteren Plätzen seine geplanten Maßnahmen gegen den Wohnraummangel weiter fort.

Lange Wartelisten auch nach Semesterbeginn
„Die Wohnsituation der Studierenden hat sich im Vergleich zum letzten Jahr zwar nicht verschärft, ist aber nach wie vor sehr angespannt“, berichtet Birgit Anhalt, Leiterin der Wohnheimverwaltung im Studierendenwerk. Diejenigen, die sich nach Semesterstart noch Hoffnung auf ein Zimmer in den 23 Studierendenwohnheimen machen, muss sie enttäuschen. „Unsere 4.875 Plätze sind komplett belegt. Vielen Suchenden bleibt somit nichts anderes übrig, als sich mit Zwischen- oder Untermieten zu behelfen oder eine Wohnung über die Stadtgrenzen hinaus zu mieten.“ Zurzeit stehen insgesamt 3.860 Interessenten auf der Warteliste – dabei hat das Semester längst begonnen. Deswegen sei es wichtig, so Anhalt, dass das Studierendenwerk seine Wohnraumkapazitäten weiter ausbaue.

Haus im Eckertweg nach Sanierung bezugsfertig
Gute Nachrichten kommen vom Aachener Königshügel: Dort kann zum 1. November ein frisch saniertes Haus der studentischen Wohnanlage Eckertweg neu bezogen werden. Das zweigeschossige Gebäude, das aufgrund baulicher Mängel lange Zeit leer stand, soll in der nächsten Woche endlich wieder 24 Studierende beherbergen. Freuen dürfen sich die Neueinzieher auf geräumige Zimmer mit eigenem Bad und großer Gemeinschaftsküche, außerdem über Warmmieten, die allesamt unter 300 Euro liegen. Das Vergabeverfahren hat bereits stattgefunden. Somit wäre die Bewohnerschaft des Studentendorfs auf der Hörn bald wieder vollständig.

„KaWo 3“: Bewerbungslisten geöffnet
Auch die neue Wohnanlage „KaWo 3“ am Kastanienweg macht Fortschritte. Vor gut einem Jahr begann dort der Bau von vier miteinander verbundenen Gebäuden. Anfang 2017 sollen die ersten 86 der 344 Studierenden einziehen. Jochen Kühn, Leiter des Gebäudemanagements im Studierendenwerk, zeigt sich bezüglich des Baufortschritts zuversichtlich: „Momentan versuchen wir, den straffen Bauzeitenplan einzuhalten. Der kommende Winter könnte noch viele Unwägbarkeiten mit sich bringen, trotzdem streben wir an, zumindest eines der Gebäude Anfang des Jahres fertigzustellen.“

Ist der Bau der gesamten Anlage erst einmal abgeschlossen, steht den Studierenden eine Infrastruktur zur Verfügung, die optimal auf die Bedürfnisse und Vorlieben junger Menschen zugeschnitten ist: Carsharing, eine DHL-Packstation, Gemeinschafts-, Klub- und Lernräume, ein Waschsalon, ein Fitnessraum sowie ein Kiosk sollen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen, die Außenanlagen mit einem Beachvolleyballfeld und Wiesenflächen weitere Freizeitmöglichkeiten bieten.

In „KaWo 3“ werden die Bewohnerinnen und Bewohner im Schnitt 24 Quadratmeter Wohnraum nutzen können. Bei einer „All-inclusive“-Miete, die rund 300 Euro pro möblierte Unterkunft beträgt, finden Studierende hier im Vergleich zum privaten Wohnungsmarkt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis vor. Möglich ist dies unter anderem durch ein Förderprogramm des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Bewerbungen sind ab sofort über das Bewerberportal des Studierendenwerks möglich. Weitere Informationen zu den angebotenen Wohnformen, den genauen Mietpreisen und dem Bewerbungsprozedere sind auf der Infoseite abrufbar.