We build for students

Considering the increasing number of students in Aachen, Studierendenwerk Aachen has begun building more residence halls in 2012. Here, we provide information on finished and planned construction projects of Studierendenwerk Aachen.

 

Sanierung des Verwaltungsgebäudes und der Hauptmensa, 2012 bis 2014
Hauptgebäude am Pontwall

Sanierung des Verwaltungsgebäudes und der Hauptmensa, Pontwall 3, Aachen

Im Frühjahr 2012 hatte im Auftrag des Studierendenwerks Aachen der notwendig gewordene Umbau der Hauptmensa und der Hauptverwaltung in der Turmstraße begonnen.

Das neue Konzept sah die komplette Entkernung der verschiedenen Gebäudetrakte und den Abriss vieler aus statischen Gründen nicht notwendiger Wände vor. Stattdessen wurden neue Wände gemauert und im Zuge von Stahlbetonarbeiten neue Treppen, Decken und Aufzugsschächte erstellt. Innerhalb einer Bauzeit von nur 24 Monaten wurde das Gebäude komplett kernsaniert. Der gastronomische Bereich wurde mit neuester Küchen- und Ausgabetechnik ausgestattet. Außerdem sollten die Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter deutlich verbessert und die Auflagen der Lebensmittelhygiene leichter erfüllt werden können. Um rund 450 neue Sitzplätze − teilweise auch im Außenbereich − zu schaffen und mehr Kunden bedienen zu können, wurden der Küchenbereich um 180 m2 und die gastronomische Kundenfläche im Foyer durch die Auslagerung der Wohnheimverwaltung in die zweite Etage um 70 m2 erweitert. Die Fläche zum Pontwall hin wurde gepflastert und eine Erhöhung für die Außenterrasse gebaut. Alle Speisesäle wurden hell und  freundlich gestaltet und können in der heißen Sommerzeit gekühlt werden. Dank der durchdachten Bauweise der Speisesäle und des Foyers kann der Schall und damit der grundsätzlich hohe Geräuschpegel in der Mensa gedämpft werden. Die ansprechende Innenausstattung überzeugt unter anderem mit LED-beleuchteten Theken, modernen Mensastühlen und –tischen sowie einladenden Möbeln für die Kinderspielecke in der ehemaligen Cafeteria. Für die Werkstatt- und Gastro-Mitarbeiter stehen helle und freundliche Dusch- und Umkleidebereiche zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der Vergrößerungsmaßnahmen mussten viele Büroräume im Erdgeschoss weichen. Diese fehlende Fläche wurde mit dem Bau einer vierten Etage kompensiert: Durch Aufstockung eines Gebäudeteils entstanden zusätzliche 600 m2, auf denen nun kleinere Büroeinheiten für jeweils zwei Mitarbeiter für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen. Im gesamten Gebäude bieten die modernen, kühlbaren Räume nun eine spürbar bessere Luft, da die Gerüche aus dem Mensabereich durch eine leistungsfähige Abluftanlage eingedämmt werden.

Neben der räumlichen Erweiterung stand die Reduzierung des Energieverbrauchs mittels eines nachhaltigen Energiekonzepts im Mittelpunkt der Sanierungsmaßnahmen. Zu diesem Zweck wurde das Gebäude mit einer Wärmedämmung und neuen Isolierfenstern ausgerüstet. Bei der Beleuchtung wurde auf sparsame und langlebige LED-Technik gesetzt. Ein Großteil des großen Energiebedarfs wird durch ein innovatives Blockheizkraftwerk mit intelligenter Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung gedeckt. Das Blockheizkraftwerk erzeugt nicht nur Strom, sondern die Abwärme wird darüber hinaus zur Beheizung des Gebäudes und über Wärmetauscher auch zum Betrieb der Kälteanlagen genutzt. Mit dieser Kopplung kann der Wirkungsgrad gegenüber herkömmlich genutzten Blockheizkraftwerken erheblich gesteigert werden. Das System wird durch zwei große Speicher für Warmwasser und Kaltwasser ergänzt.

Die neue Mensa wurde am 5. Mai 2014, wieder eröffnet.

 

Studentenwohnanlagen Hainbuchenstraße, Aachen, und Solarcampus, Jülich, 2012 bis 2014
Wohnanlage Heinrich-Mußmann-Straße, Jülich

Im Herbst 2012 starteten die Baumaßnahmen für zwei neue Wohnanlagen in Aachen und Jülich. Zunächst wurde im Oktober das DEMAG-Kolleg in der Aachener Hainbuchenstraße abgerissen, um dort Platz für eine neue Wohnanlage mit 178 Unterkünften zu schaffen. An der Stelle des Hochhauses errichtete das Studierendenwerk auf dem Areal in guter und zentraler Wohnlage innerhalb einer 16-monatigen Bauzeit von März 2013 bis Juni 2014 eine Anlage aus drei vier- bis sechsgeschossigen Baukörpern. Zeitgleich begann der Bau eines neuen Wohnheims in der Heinrich-Mußmann-Straße in Jülich. Am Solar-Campus entstand in direkter Nachbarschaft zur Fachhochschule auf einem 20.000 m² großen Grundstück ein Gebäudekomplex aus vier dreigeschossigen Baukörpern mit 189 Bettplätzen.

Die beiden Wohnanlagen wurden vom Aachener Architekturbüro Planbar annähernd baugleich konzipiert, sodass in der Planungs- und Bauphase viele Synergien genutzt werden konnten. Die Planung basiert auf einer hochwertigen Bauweise aus Betonfertigteilen und einem sich wiederholenden Standard-Raumraster. Dies ermöglichte eine vergleichsweise kurze Bauzeit und einen hohen Schallschutz. Mit energetischen Konzepten, wie beispielsweise einem Blockheizkraftwerk und hohem baulichen Wärmeschutz, werden zudem die laufenden Betriebskosten der Gebäude nachhaltig minimiert. Die Fassaden bestehen aus einem dicken Dämmpaket mit darauf verklebten Klinkerriemchen – durch diese Verbindung wird ein sowohl energetisch als auch optisch ansprechendes Ergebnis erzielt. Die Einheiten der neuen Wohnheime sind alle optimal zum Tageslichteinfall ausgerichtet und verfügen über großzügig bemessene Fensterflächen und hohe Raumdecken. Eine hochwertige Fertignasszelle und eine voll ausgestattete Küche gehören zur Zimmerausstattung.

Mit modernem Standard, einem großzügigen Raumangebot und zahlreichen Freizeiteinrichtungen wird dem gewachsenen Anspruch der Studierenden Rechnung getragen: So wurde auch ein Landschaftsarchitekt beauftragt, die umliegenden Freiräume passend zu der zeitgemäßen Architektur zu gestalten. Zudem verfügen die Neubauten über diverse Funktionsbereiche, wie beispielsweise Lern-, Fitness- und Saunabereiche.

Im März 2014 zogen die ersten Mieter in die jeweils rund 14 Mio. Euro teuren Gebäude ein, die überwiegend Einraum- und in geringem Umfang auch Zweiraumwohnungen zu günstigen Mietpreisen bieten.

Neubaumaßnahme Wohnanlage Kastanienweg III, Aachen, Baubeginn 2015
Siegerentwurf Kawo III

In direkter Nachbarschaft zu den Entwicklungsstandorten der RWTH Aachen, dem Campus Melaten und dem Campus West wird das Studierendenwerk weiteren modernen Wohnraum schaffen.In Ergänzung zu den beiden bereits bestehenden Anlagen „Kawo I“ und „Kawo II“ soll „Kawo III“ Wohnplätze für rund 330 Studierenden bieten.

Da sich die Zahl der im Kastanienweg wohnenden Studierenden damit insgesamt auf rund 1.200 erhöhen wird, möchte das Studierendenwerk das Umfeld städtebaulich neu ordnen und für die Bewohner eine neue attraktive Quartiersmitte schaffen. Geplant ist, die Sackgasse und den Wendeplatz des Kastanienwegs als modernen Stadtraum zu gestalten.

2012 hatte das Studierendenwerk Aachen für das Projekt „Kawo III“ einen begrenzten, anonymen Architekturwettbewerb ausgelobt. Für die Teilnehmer galt es, verschiedene Kriterien in ihren Entwürfen zu berücksichtigen: Das Gebäude soll nach den Bedürfnissen ihrer Bewohner gestaltet werden, sodass sie sich mit ihrer neuen Heimat identifizieren können. Außerdem sollen ihnen die Kontakte untereinander über die Gemeinschaftsbereiche hinaus erleichtert werden. Daneben kommt der Wirtschaftlichkeit eine besondere Bedeutung zu: Da die Fluktuation der Bewohner in Studentenwohnanlagen ungleich höher als im herkömmlichen Wohnungsbau ist, soll eine Anlage entstehen, die über eine überdurchschnittliche bauliche Robustheit verfügt. Aufgrund der hohen Bewohnerdichte ist zudem die Beanspruchung der Verkehrsflächen und Eingangsbereiche sehr hoch. Somit war ein weiteres Kriterium, die Gesamtlebenszykluskosten des Neubaus, der Stellplatzbereiche und der neuen Freiräume zu senken. Realisiert werden soll folglich ein architektonisches Gesamtkonzept, das zwei grundlegende Anforderungen erfüllt: Die neue Wohnanlage soll an die Bedürfnisse der jungen Bewohner angepasst sein, gleichzeitig muss der Aufwand für die Instandhaltung und Reinigung auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Das Wettbewerbsgremium entschied sich zunächst für drei Siegerentwürfe aus insgesamt 26 Architektenteams; im Juni 2013 wurde der Auftrag zur Planung endgültig an den Architekten Marius Puppendahl übergeben. Das Konzept des Preisträgers bot nach Ansicht der Jury für mehrere Aufgabenstellungen die beste Lösung. Vier L-förmige Baukörper und dazugehörige Höfe bilden einerseits jeweils einen eigenen Raum für überschaubare soziale Gruppen und fördern andererseits ein Gemeinschaftsgefühl aller Bewohner, da die Gebäudeteile untereinander verbunden sind. Die Bebauung berücksichtigt zudem die besondere topographische Situation: Um Höhenunterschiede zu überwinden, werden die Querriegel aufgeständert, wodurch gleichzeitig ein Aufenthaltsplatz entsteht, der auch bei schlechter Witterung genutzt werden kann. Die vier Höfe werden zur Nachbarschaft durch Flachbauten abgegrenzt, in denen die Zweiradstellplätze sowie Wertstoffhöfe untergebracht sind. Um die Wohneinheiten mit einem Maximum an Tageslicht zu versorgen, sind nahezu alle nach Osten bzw. Süden ausgerichtet. Dank durchdachter Wohngrundrisse werden auch auf kleinem Raum alle Ansprüche an modernes Wohnen erfüllt.

Voraussichtlich beginnt der Bau des Wohnheims KAWO III im Frühjahr 2015 und soll im Jahr 2017 fertiggestellt sein.